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Mittwoch, 19. Januar 2011

Sommer in den Bergen: „Totales Tauern-Theater“ mit Geier-Lilly

Seit 1996 haben „Neukirchner Festspiele“ in der Dürnbachau jeden Sommer Groß und Klein in ihren Bann gezogen. Über 120.000 Besucher verzeichneten die Veranstalter bis zum heutigen Tag. Vor allem die Aufführungen der vergangenen Jahre – von „Grimms Rache“, über den „Fluch der Piraten“ bis hin zu den „Echten Helden“ – waren äußerst erfolgreich. Nach dem Ausscheiden von Charly Rabanser als Obmann des Vereins Alp!Traum, Autor und künstlerischem Leiter formiert sich die Truppe unter Hauptschuldirektor Hubert Kirchner neu. Das familiengerechte Unterhaltungstheater mit spannenden und komödiantischen Elementen, mit akrobatischen Stunts und aufwändigem Bühnenbild wird beibehalten. Neue Wege gehen die Veranstalter bei den Inhalten: Statt Zeitreisen wird es nun „Totales Tauern-Theater“ geben, bei dem der Spaß, das Schräge und die Livemusik im Mittelpunkt stehen. Die „Geier-Lilly“ der Autoren Andreas Moldaschl und Klaus Pieber ist die erste Produktion in diesem Sommer, die sich ganz auf die Region der Hohen Tauern konzentriert: Eine längst ausgestorben geglaubte riesige Geierart, der „Tyranno Geierus Maximus“ wurde gesichtet. Experten rätseln, ob der prähistorische Vogel wegen des gesunden Tauernklimas Jahrtausende überleben konnte und träumen vom ewigen Leben. Auch taucht der Geier immer in Begleitung einer Frau auf – Gerüchte behaupten, sie sei die leibliche Tochter der sagenumwobenen Geier-Wally. Neukirchen wird von Forschern und Touristen gestürmt, Geier-Souvenirläden schießen aus dem Boden, „Fang den Geier-Partys“, Geier-Safaris und Flugshows werden aus dem Hut gezaubert. Kurz gesagt: Das totale Theater! Neben den bewährten heimischen Akteuren, die fast alle wieder dabei sind, wird das Amateur-Ensemble in diesem Sommer von Ute Heidorn (Staatstheater Innsbruck), Caroline Richards (Kleines Theater, Salzburg) und Andi Moldaschl (Theater „Cache cache“) unterstützt. Eintrittskarten-Gutscheine für die Neukirchner Sommerfestspiele sind ab sofort im Tourismusbüro erhältlich. Wer zwischen Juli und August 2011 das Nationalparkzentrum Mittersill besucht, erhält ermäßigten Eintritt für die „Geier-Lilly“. Die Neukirchner Festspielgastronomie verwöhnt die Besucher mit regionalen Schmankerln und bietet bei Vorbestellung sogar ein ganzes Festspielmenü an.

Donnerstag, 18. November 2010

KlassikSommer 2011 in Hamm

Hier sprühen Funken: Der KlassikSommer Hamm wird vom 18. Juni bis zum 23. Juli 2011 ein ganz besonderes Feuerwerk zünden. Aufregend schöne musikalische Raketen steigen von Hamm aus auf und strahlen in die Region bis hin zum Golfclub Stahlberg. Wo sonst das "Green" dem eleganten Sport vorbehalten ist, lassen sich Zuhörer mit dem Picknickkorb auf Decken nieder, um dem Cello-Klangfarbenspiel mit Blick übers Lippetal zu lauschen: "quattrocelli" - vier Celli mit Experimentierlust - zünden hier ein musikalisches Überraschungsfeuer mit Bachs "Air" und Jazz-Standards a la Duke Ellington.
Der Vorverkauf startet am 22.11.2010 um 8 Uhr!

Lust an Grenzüberschreitungen und der Ehrgeiz, Extravagantes zu schaffen, treibt auch "Spark - die klassische Band" an. Zwei exzessive Blockflöten und ein Klaviertrio machen Kammermusik, die zündet: Bach stößt auf Avantgarde, Vivaldi auf rockige Klänge, Fauré auf Weltmusik.
Die ganze Pracht des Bläserklangs entfalten "bach, blech & blues" auf plätschernden Lippe-Wellen: Zwölf Blechbläser sind mal Staatsorchester, mal Big Band auf der Schwimmbühne am Ruderclub - und spannen einen musikalischen Bogen von Renaissancemusik über barocken Bach bis zum Jazz.
Wie echte Zugvögel kehren die "Schmachtigallen" nach zehn Jahren in den Wasserturm zurück: Dieses Mal mit Liedern der Comedian Harmonists, die Spaß am A-cappella-Gesang über den Dächern von Hamm verbreiten.
Doch der KlassikSommer strahlt nicht nur mit Freudenfeuern aus stimmungsvollen Orten und Konzerten mit Spaßfaktor. Zuallererst glänzt er mit klassischen Konzert-Ereignissen. Initialzündung zum Festival gibt deshalb Gustav Mahlers Sinfonie Nr. 7. Die Siebte verlangt Meisterschaft: Nur ein Meister am Pult hält die Vielfalt zusammen, nur ein meisterhaftes Orchester beherrscht die blitzschnellen Wechsel von druckvollem Klang auf feine Schattierungen. Eine Herausforderung, der sich die Nordwestdeutsche Philharmonie mit Frank Beermann stellt.
Mike Svoboda, Posaunist und Komponist, kratzt am Mythos Wagner, zitiert dazu Wagner-Verächter unter den Denkern und Dichtern. "14 Versuche, Wagner lieben zu lernen" nennt Svobodas Quartett seinen Cocktail aus Klassik, Rezitation, Neuer Musik, Jazz, Rock und Improvisation. Zauberhafter Klang, humorvoll präsentiert.

Wagners Opern-Gipfel "Parsifal" ist auch Höhepunkt im Festivalkalender. Parsifals Rückkehr zum heiligen Gral ist eine der lieblichsten Visionen der Oper, malt eine der schönsten Naturszenerien der Musikgeschichte. Wagner schrieb für seine letzte Oper, den Schlusspunkt unter ein Lebenswerk, seine abgeklärteste Musik. Mit einer international renommierten Sängerbesetzung, der Nordwestdeutschen Philharmonie und dem Opern-Chor Münster setzt Frank Beermann den Wagner-Zyklus im KlassikSommer fort.
Klavier pur - ganz ohne besondere Effekte kommt Kit Armstrongs Klavierabend im Gustav-Lübcke-Museum aus. Und doch ist Armstrong etwas ganz Besonderes: Er war ein Wunderkind, das schon mit neun studierte. Mit 19 ist er technisch so perfekt, dass sein Mentor Alfred Brendel ihm prophezeit, er werde der größte Pianist des 21. Jahrhunderts.
Klassisch? Aber wie! 300 Jahre alte Musik aus Irland, Schottland und England klingt beim Quadriga-Consort mit virtuosen Blockflöten-Kaskaden, samtigem Gamben-Klang, pulsierendem Cembalo-Rhythmus und Gesang wie Musik von heute. Und umrahmt ein Menü auf Gut Kump mit leidenschaftlichen Balladen, Pub-Romantik und höfischer Tanzmusik.
Längst ein Klassiker ist Astor Piazzolla, obwohl er eigentlich Tanzmusik in eine Kunstform goss. Dass auch ein volkstümliches Instrument wie das Bandoneon klassisch-virtuos sein kann, dass Piazzollas Tangos durchaus Bezüge zu Bachs Barock-Schöpfungen haben, beweist Per Arne Glorvigen im Duo mit dem Cellisten Nicolas Altstaedt im Hafen-Bistro 82.
Ein eigenwilliger Stil führte das Morgenstern-Trio die Karriereleiter hinauf. Auf Gut Drechen interpretiert das Klaviertrio Mendelssohn ungewohnt leidenschaftlich, Janacek intim und expressiv, Schostakowitsch erschütternd. So neu kann Altvertrautes sein! Wie kommt es, dass all das, was vor langer Zeit in Noten festgeschrieben wurde, immer anders klingt? Der "Mann im Ohr" ist Schuld! Er schläft in jedem Menschen, erwacht zum Leben, sobald Musik ihn weckt. Diesen "Mann im Ohr" beleben die Morgensterne mit dem Pantomimen Peter Siefert im Kinderkonzert.

Ob Klassik pur oder Konzerte mit Spaßfaktor - der Klassik Sommer will wie immer den Beweis antreten, dass Klassik unterhaltsam ist, wenn sie virtuos ist und in anregender Atmosphäre dargeboten wird.
Das Klassik-Abonnement (Mahler-Sinfonie, Parsifal, Kit Armstrong, Mike Svoboda und Morgenstern-Trio) und das Wasserturm-Abonnement (Spark, Quadriga Consort mit Menü, bach, blech & blues, Glorvigen/Altstaedt mit Büffet, Schmachtigallen, quattrocelli) bieten treuen Besuchern eine 30-prozentige Rabattierung auf die Eintrittspreise.

Das Programm im Überblick:
Samstag, 18. Juni 2011, 20 Uhr, Alfred-Fischer-Halle

Gustav Mahler: Sinfonie Nr. 7 e-Moll

Nordwestdeutsche Philharmonie

Frank Beermann, Leitung



Dienstag, 21. Juni 2011, 20 Uhr, Gustav-Lübcke-Museum

Kit Armstrong, Klavier

Werke von J. S. Bach (bearb. von Franz Liszt), Arnold Schönberg, Franz Schubert



Samstag, 25. Juni 2011, 20 Uhr, Audi-Potthoff-Hangar

Spark - die klassische Band

Downtown Illusions - City lights

Werke von J. S. Bach, Gabriel Fauré, Johannes Motschmann, Kenji Bunch u. a.



Sonntag, 26. Juni 2011, 20 Uhr, Kurhaus Bad Hamm

Mike Svobodas Quartett Adult Entertainment

14 Versuche, Wagner lieben zu lernen



Samstag, 3. Juli 2011, 16 Uhr, Alfred-Fischer-Halle

Richard Wagner: Parsifal (konzertant)

John Charles Pierce, Parsifal

Ruth Nicolay, Kundry

Tuomas Pursio, Amfortas

James Moellenhoff, Gurnemanz

Renatus Meszar, Klingsor

Chor der Städt. Bühnen Münster

Nordwestdeutsche Philharmonie Herford

Frank Beermann, Leitung

In Kooperation mit den Städt. Bühnen Münster



Donnerstag, 7. Juli 2011, 19 Uhr, Gut Kump (Scheune)

Quadriga Consort - Konzert mit Menü

Songs & Tunes of the Isles

Musik aus dem alten Irland, England und Schottland



Samstag, 9. Juli 2011, 18 Uhr, Ruderclub Hamm

(open air, bei Regen im Bootsschuppen des Ruderclubs)

bach, blech & blues

Sommer-Bläsersound auf der Lippe



Donnerstag, 14. Juli 2011, 11 Uhr, Kinderkonzert, Gut Drechen

"Vom Mann im Ohr"

Morgenstern-Trio

Catherine Klipfel, Klavier

Stefan Hempel, Violine

Emanuel Wehse, Violoncello

Peter Siefert, Pantomime

Joseph Haydn: Klaviertrios



Donnerstag, 14. Juli 2011, 20 Uhr, Gut Drechen

Morgenstern-Trio

Klaviertrios von F. Mendelssohn-Bartholdy, L. Janacek, D. Schostakowitsch

Catherine Klipfel, Klavier

Stefan Hempel, Violine

Emanuel Wehse, Violoncello



Dienstag, 19. Juli 2011, 19 Uhr, Bistro Hafen 82

Tango und Büffet

Per Arne Glorvigen, Bandoneon

Nicolas Altstaedt, Violoncello



Mittwoch, 20. Juli, 20 Uhr, Wasserturm

Die Schmachtigallen: Comedian Harmonists



Samstag, 23. Juli, 18 Uhr, Golfclub Stahlberg

(open air, bei Regen im Wintertheater der Waldbühne Heessen)

Picknick-Konzert

Quattrocelli: Favourites and Scenes